im Mai 2003
Mit Keanu Reeves und Laurence Fishburne
"Matrix" wird inzwischen zu einer eigenen Welt erklärt. Interessiert Sie die Diskussion?
Reeves: Mit ein Grund, weshalb ich diese Filme mache, ist, ein Teil der physischen Action zu sein. Man fühlt sich anders, und das spürt man auch als Zuschauer.
2003 ist das Jahr der Fortsetzungen. Im Juli folgt "Terminator 3", wieder geht es um einen Zukunftskampf gegen Maschinen. Wer würde gewinnen, wenn Neo gegen den Terminator antreten müsste?
Fishburne: Neo würde dem Terminator kräftig in den Hintern treten, und dann wäre er weg vom Fenster (lacht). Wir haben mit "Matrix Reloaded" und "Matrix Revolutions", der im November ins Kino kommt, gleich zwei Filme hintereinander gedreht. Und ich denke, auch das begründet eine besondere Intensität.
Die Regie-Brüder Andy und Larry Wachowski meiden die Öffentlichkeit. Wie würden Sie die beiden beschreiben?
Fishburne: Sie werden oft als ein Gehirn beschrieben, das in zwei Körpern existiert. Sie sind sehr leidenschaftlich und in ihrer Wortwahl äußerst exakt.
Reeves: Sie haben sich das alles ausgedacht, und ich weiß noch, wie begeistert ich war, als ich das Drehbuch zum ersten Film las. Als dann die Idee kam, aus "Matrix"eine Trilogie zu machen, unterschrieb ich sofort.
Worum geht es eigentlich in der "Matrix"-Mythologie?
Fishburne: Um die großen Fragen, mit denen sich Menschen schon immer auseinander gesetzt haben: Wer bin ich? Warum bin ich hier? Was ist meine Bestimmung? Wer das nicht verstanden hat, sollte sich die Filme dringend noch einmal ansehen.
Was bleibt für Sie persönlich?
Reeves: Ich bin noch dabei, das herauszufinden. Es war eine einzigartige Erfahrung. "Matrix" hat mich in vielerlei Hinsicht angesprochen.
Fishburne: Wir sind sehr glücklich, bei etwas dabei gewesen zu sein, was Kult geworden ist. Besonders bei jungen Leuten, die mit positiven Botschaften über Liebe, Mitgefühl, Demut und Verantwortung konfrontiert werden.
Fragen: Markus Tschiedert, Stuttgarter Nachrichten